Regionaltreffen November 2019

"Geldaufstellungen" - mit Ilka Schmidt
am 15. November 2019 in Amberg

Begrüßung Regionaltreffen Bayern-NordHerzliche Begrüßung aller Teilnehmer durch Lorette, Angela, Klaus und Petra

Vorstellung der Referentin, der Teilnehmer und Raum für die Erwartung der Gruppe an das Thema „Geld“ (Was habt ihr mitgebracht?), um sich mit dieser Energie für die heutige Arbeit zu verbinden.

  • Geld ist ein notwendiges Übel, Wertigkeit für Leistung
  • Ist Geld weiblich/männlich? Geld im Unterschied zu Frau und Mann?
  • Schambesetzt und peinlich
  • Spannungsfeld zwischen Fülle und (zu) wenig
  • Bei Geld geht es um Ausgleich (Erbe, Schuld)
  • Ich habe Geld gern. - Ich hätte gern Geld.
  • Familiengeschichte: durch Flucht wurde alles verloren, wie kann ich damit umgehen, es hinter mir lassen?
  • Was bin ich mir wert, insbesondere beim Verlangen von Stundensätzen?
  • Geld als einziges Sicherheitsgefühl in der Familie, als Liebesersatz, es war immer da.
  • Geld ist in der TCM mit dem Dickdarm verbunden.
  • Geld ist besetzt mit Sorge und Angst, trotz stetigem Vorhandensein.
  • Verbunden mit ständigem Abmühen, geht es auch ohne Abmühen, sein Geld zu verdienen?
  • Wie geht es weiter im Alter? Als Altersvorsorge, gerade in/nach einer Selbstständigkeit?
  • Geld und Herz verbinden. Ein Widerspruch?

Hinführung von Ilka zu ihrer Arbeiten mit Geldaufstellungen

Mit ihrer beruflichen Erfahrung im Finanz- und Bankenwesen, einer schleichenden Unzufriedenheit und einem persönlichen Schicksalsschlag begann sie, sich systematisch und systemisch mit dem Thema Geld zu beschäftigen:

Geldaufstellungen

  • Wo liegt mein persönliches Geldthema?
  • Wie ist mein Familiensystem in Bezug auf Geld, wie ist mein eigenes Geldsystem ausgerichtet?
  • Woher kommt das Geld? Aus welchem System kann ich im Moment Geld erhalten?
  • Was ist meine Rolle in Beziehung zu Geld, meine Haltung zum Geld?
  • Wie funktioniert das Geldsystem, im Kleinen und global?
  • Grundenergie von Geld: es fließt ...

Mehr und mehr Kunden, die sie als systemische Krisenmanagerin aufsuchten, kamen mit ihren Fragen, Emotionen und Ideen zum Thema Geld. Mit den unterschiedlichen Sichten der Kunden auf Geld lernte sie immer weiter dazu und hat im letzten Jahr konkret systemische Einzel- und Gruppenarbeit mit Geldaufstellungen begonnen.
Dabei verfolgt sie keinen Anspruch, keine Struktur und keinen Ansatz, sondern beginnt beim Einzelnen. Dem Weg folgen, der sich zeigt.

Start mit einem Experiment

Thema:
„Welche Beziehung haben Mann und Frau zum Geld?“

Stellvertreter, die sich frei im Raum ihren Platz suchen:

Geld / Mann / Frau / Rolle des Mannes zum Geld / Rolle der Frau zum Geld / später Ursprung des Geldes / Verführung des Mannes durch die Frau / Das, um was es in der Zukunft gehen wird

Abschlussbild

  • Aus der gemeinsamen Unsicherheit der Frau und der Rolle der Frau zum Geld und der gefühlten Aggression der Frau gegenüber der Rolle des Mannes zum Geld wird im Laufe der Aufstellung ein gesundes Verständnis füreinander.
  • Dabei ist die Frau neugierig auf den Umgang des Mannes mit Geld, will lernen, ohne das Handeln des Mannes zu übernehmen, sondern um ihren eigenen Weg im Umgang mit Geld zu finden.
  • Es hört auf, dass die männliche oder weibliche Rolle mit Verführung und Machtausübung um das Geld buhlen.
  • Das, um was es in der Zukunft gehen wird, steht direkt vor dem Mann. Es umarmt ihn innig und er erwidert die Umarmung, ohne Worte. Interpretation und Gefühl dieser Umarmung ist für jeden im Stillen etwas eigenes (z.B. Frieden).

Mittagspause mit herrlicher Kürbissuppe, Gemüsemix mit Spätzle und Salat, dazu frisches Vollkornbrot.


Weitere Aufstellungen

Geldaufstellungen

Damit fair mit der Gruppe gearbeitet werden kann, wird der Vorschlag von Ilka angenommen, einzelne Namenszettel, die in einen Topf gelegt werden, verdeckt zu ziehen.

Thema:
„Es muss immer ein Bedürfnis vorhanden sein, damit Geld da ist. So wird eine tiefe Traurigkeit vermieden.“

Stellvertreter

Geld / Ich / Das ständige Wünschen / Traurigkeit / Opfer / Ursache für das Verbrechen

Abschlussbild

  • Mit Geld wurde in der Vergangenheit ein grausames Verbrechen beglichen.
  • Dieser Prozess des Schmerzes, des Gesehenwerdens ist erst zu bearbeiten und aufzulösen, bevor mit dem Thema Geld weiter gearbeitet werden kann.
  • Die Stellvertreterin für das Geld hat sich im Laufe der Aufstellung von alleine wieder hingesetzt (ist noch nicht dran).

Thema:
„Warum kommt das Geld nicht zu mir?“

Stellvertreter

Geld / Ich / Vater / Neffe / Das gute Herz /Klienten, bisher / später der eigene Mann / Geld, das nur mir gehört / Klienten, neu / Fähigkeiten

Abschlussbild

  • Die Erlaubnis, mit dem guten Herzen mich und das Geld, das nur mir gehört, anzunehmen, öffnet Raum, meine Fähigkeiten wie Klarheit, Struktur, Intuition und das verbindende Element für die Gewinnung neuer Kunden einzusetzen.
  • Mit dieser Zustimmung fällt es mir leichter, das Erbe, die damit zusammenhängenden Familienkonflikte loszulassen und zu sehen, was ist. Die vorhandenen Vorwürfe des Vaters können bei ihm gelassen werden.

Thema:
„Zustimmung zu dem, was ist.“

Diskussion in der Gruppe mit Ilka

  • Meine Tochter gibt mehr Geld aus als vorhanden ist, wie meine Mutter.
  • Kinder probieren aus, handeln manchmal nur, um zu verstehen, was im Familiensystem los ist. Sie spiegeln.
  • Möglicher Umgang damit: Zustimmung, was ist.

Thema:
„Mir fehlt der Mut und die Kraft im Umgang mit Geld.“

Stellvertreter

Geld / Ich / Das mütterliche Geldsystem / Das väterliche Geldsystem / Mut

Abschlussbild

  • Nach langer Bewegungs- und Handlungsunfähigkeit des Ichs, das sich weder glücklich noch unglücklich gefühlt hat, konnte erst nach dem Sehen „was ist“ bei den elterlichen Geldsystemen, nämlich eigener Schmerz und fehlende Unterstützung, seine eigenen Schritte gehen.
  • Das Ich öffnete das Tor der Zukunftswerkstatt, ging raus und schrie ein lautes „Ja.“. Ein Mit-Begleitung von Geld und Mut war dafür nicht notwendig, sie sind einfach da.
  • Ich kann es alleine.

Thema:
„Ich beweise dem Vater, dass Geld und Wertschätzung getrennt sein können.“

Einzelarbeit

Mit Tränen erzählte die Klientin, dass Geld, insbesondere für den Vater, ein wesentliches Zeichen für Wertschätzung ist. Die Klientin will ihrem Vater beweisen, dass es auch anders geht. Dafür ist eine tiefere Arbeit notwendig, um die Anstrengungen für diesen Beweis loszulassen. Durch das achtsame und wertschätzende Zuhören von Ilka wurde ein erster Schritt dieser tieferen Arbeit bereits begonnen. Thema „Ich habe das Geld immer wieder ausgeladen.“ Einzelarbeit Auch hier schenkte Ilka der Klientin ihre volle Aufmerksamkeit für die Gefühle, Schmerzen und den Glaubenssatz „Ich bin auch ohne Geld ganz viel wert.“ Dieser wurde im Gespräch und unter Tränen als Affirmation erweitert: „Ich bin frei, ich bin wert und ich habe Geld.“

Thema:
„Alte Räume – neue Räume“

Stellvertreter

Ehemann / Ehefrau / Arbeit des Mannes / Arbeit der Frau / Alte Räume / Geldbremse / Klienten des Mannes / Klienten der Frau / später Neue Räume (hier wurden als Stellvertreter die beiden Aufstellenden gewählt)

Geldaufstellungen

Abschlussbild

  • Die Geldbremse hat sich zurückgezogen und die neuen Räume wurden erst wahrgenommen, als der Ehemann seiner Ehefrau von Herzen die Erlaubnis gegeben hat, ihre Freiheiten und ihre Arbeit nach ihren Vorstellungen zu leben. Vorher konnte es die Ehefrau nicht glauben.
  • Beide verbindet eine tiefe Liebe. Der Ehemann schützt seine Frau in ihrer Entwicklung, wartet ab, bis ihre Reinigung und damit das Anerkennen ihrer Fähigkeiten und Kreativität vollzogen wurde.
  • Es ist Raum für Liebe und Geld, in neuen Räumen.
  • Keine weitere Erklärung durch Worte, einfach Stille.

 

Thema:
„Arbeit für die Enkelin, damit sich ihre Geldsorgen auflösen.“

Einzelarbeit

Ilka ist mit der Klientin durch den Schmerz gegangen, dass es einen Punkt gibt, an dem sie für die Enkelin nichts mehr tun kann. Sie hat schon so viel getan, ohne Wendung zum Guten. Hier gilt es die Traurigkeit auszuhalten, wenn der Moment eintritt, an dem man selber nichts mehr für den anderen tun kann. Zulassen, was ist. Daraus kann sich eine Kraft bei der Enkelin entwickeln. Es ist nun ihre Verantwortung. Aufgabe: Dieses Zulassen spüren, ihm Raum geben und der Enkelin innerlich sagen.

GeldaufstellungenMit dieser Einzelarbeit ist ein sehr reicher, intensiver und emotionaler Regionaltag mit Ilka zu Ende gegangen. Die Aufstellungen wirken weiter ...

Die Gruppe bedankte sich von Herzen bei Ilka und den Gastgebern Petra und Klaus.
Zitat: „Danke. Du machst eine großartige Arbeit.“

Auch Ilka bedankte sich sehr für das vorhandene Vertrauen, den echten und energetischen Raum.

Protokoll
Martin Frör